maiz Sex & Work

 

 

 

 

 

 

INFORMATIONEN ZUR HILFE IN DER CORONAVIRUS-KRISE

Information für Sexarbeiter*innen in der Corona-Krise
Ein Video in vielen Sprachen von LENA und MAIZ

Wir wissen: Mit den Maßnahmen zu Corona (Distanz halten, Mund-Nasen-Schutz, ...) haben viele von euch, Sexarbeiter*innen, ihr Einkommen verloren.
Und jene von euch, die in Österreich geblieben sind, leben jetzt in großer Unsicherheit und haben viele Fragen.

Wir, MAIZ und LENA, sind über E-Mail und Telefon erreichbar und unterstützen euch, wo wir können. Persönliche Termine sind NUR nach telefonischer Vereinbarung möglich!

Zu eurer Information haben wir ein kurzes Video in 6 Sprachen gemacht.

Keine Scheu ... Wenn ihr Zweifel habt oder auch nur reden möchtet, ruft uns an oder schickt uns ein E-Mail.

https://www.youtube.com/watch?v=jl6cTkfKNps
(in spanisch, englisch und tschechisch)

https://www.youtube.com/watch?v=fmEOAScpKiA
(in deutsch, rumänisch und ungarisch)

 

HÄRTEFALLFONDS - WKÖ

Wenn du vor der Corona-Krise selbstständig in einem der oberösterreichischen Bordellbetriebe tätig warst, hast du Anspruch auf eine Auszahlung aus der Härtefallfonds der WKÖ.

Hier findest du den Link, der du zu dem Formular führst, das du ausfüllen müsstest.

Gerne könntest du uns auch kontaktieren (+43 732 776070), wenn du Hilfe bei der Antragstellung benötigst.

 

maiz Sex & Work - wofür wir kämpfen, was wir machen...

Ein zentraler Arbeitsbereich von maiz ist die Zusammenarbeit mit Migrant*innen, die in der Sexarbeit tätig sind. In Oberösterreich sind in etwa 90% der Sexarbeiter*innen Migrant*innen. Sie sind immer wieder einer mehrfachen Diskriminierung ausgesetzt: aufgrund ihrer Herkunft, ihres Geschlechts und ihrer Tätigkeit.

maiz setzt sich für die Anerkennung von Sexarbeit als Erwerbsarbeit ein und kämpft somit gegen die Stigmatisierung, Diskriminierung und Kriminalisierung von Personen, die sexuelle Dienstleistungen anbieten. Gleichzeitig ist das antirassistische und queer-feministische Engagement ein wesentliches Kennzeichen unserer Arbeit. Die Aktivitäten von maiz im Bereich der Sexarbeit werden stets von den Bedürfnissen der Sexarbeiter*innen geleitet und sollen die Professionalisierung und Selbstermächtigung von Migrant*innen in der Sexarbeit unterstützen.

 

Was wir mit und für Migrant*innen erreichen wollen

• Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Sexarbeiter*innen
• Herstellung von Chancengleichheit durch antirassistische und antisexistische Arbeit
• Enttabuisierung der Sexarbeit und Entkriminalisierung von Sexarbeiter*innen
• Entstigmatisierung und Entdiskriminierung durch den Abbau von Vorurteilen und die Anerkennung von Sexarbeit als Erwerbsarbeit
• Professionalisierung und Selbstermächtigung von Migrant*innen in der Sexarbeit
• Förderung des sozialen Netzwerks unter den Sexarbeiter*innen

 

Angebote für Migrant*innen in der Sexarbeit

Unser Angebot richtet sich an Migrant*innen, die in der Sexarbeit tätig sind, egal ob registriert oder nicht und unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus und Herkunftsland. Neben anonymer und vertraulicher Beratung und der Weitergabe verschiedener Informations- und Arbeitsmaterialien stellen auch die Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit einen unserer Arbeitsschwerpunkte dar. Ein weiteres Anliegen ist uns auch die Bildung eines breiten Netzwerks unter Sexarbeiter*innen zu unterstützen. So sollen Räume geschaffen werden, in denen sich Sexarbeiter*innen treffen und ihre Lebens- und Arbeitssituation reflektieren können, damit kollektive Ermächtigung und Organisierung möglich werden. Unsere Angebote, Projekte und Veranstaltungen erarbeiten wir gemeinsam mit den Sexarbeiter*innen, da wir deren Bedürfnisse ernstnehmen möchten.

 

Vernetzung

Wir sind sowohl auf regionaler als auch auf internationaler Ebene bemüht in Austausch und Kommunikation mit anderen Organisationen und Aktivist*innen zu treten. Aufgrund unserer vielfältigen Arbeit erweitert sich das Spektrum an Vernetzungen kontinuierlich. Im Rahmen von Kooperationsprojekten bringen wir an zahlreichen Orten theoretische Inhalte sowie praktisches Wissen ein. Sehr wichtig sind uns auch neue Zusammenschlüsse im Bereich der antirassistischen politischen Arbeit.

 

Österreichweite Vernetzung:

  • Vernetzung mit anderen Beratungsstellen und Sexarbeiter*innen-Selbstorganisationen um gemeinsam Schritte gegen die Diskriminierung von Sexarbeiter*innen zu setzen

  • Teilnahme an den Sitzungen der Arbeitsgruppe Prostitution im Rahmen der Task Force Menschenhandel. Die AG Prostitution wurde 2009 eingerichtet und steht unter Leitung des Frauenressorts (Bundesministerium für Frauen und Gesundheit). Sie umfasst derzeit dreißig Expert*innen, die zweimal jährlich zu einer zweitägigen Tagung zusammentreffen.

 

Internationale Vernetzung:

 

maiz Sex & Work wird gefördert durch das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen und das Land Oberösterreich.

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