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Universität der Ignorant_innen

Um Utopien und Auseinandersetzungen mit der epistemischen Dimension unserer Praxis mehr Raum zu geben, hat sich maiz entschieden, die Universität der Ignorant_innen zu gründen. Der Ausgangspunkt unserer Universität ist die Erkenntnis, dass alle ignorant sind, solange über Wissensbestände verfügt wird und Wissen weiterhin hergestellt wird, ohne die Machtdimension von Wissen und die gewaltvollen Prozesse der Legitimierung und De-legitimierung von Wissen kritisch zu reflektieren und ohne die daraus resultierenden Konsequenzen für die Praxis umzusetzen. Unsere Utopie ist die gemeinsame Produktion von gegen-hegemonialem Wissen. Um diesen Versuch zu gestalten und immer erneut fortzusetzen ist die Berücksichtigung der gewaltvollen Ignoranz (gestattete Ignoranz) sowie des Konzeptes eines wechselseitigen Lernen/Lehrens (kein Mensch ist "tabula rasa") eine der zentralen Voraussetzungen.
Wir wollen durch die Arbeit in und an der Universität unser Tun in die Tradition anderer Kämpfe stärker einschreiben, welche die Distanz zwischen intellektueller Arbeit und politischem Aktivismus, Theorie und Praxis zu verringern und Wissen zu produzieren versuchen, "um die Welt zu verändern! Wir gehen los. Mit unseren vielen Fragen. Während wir gehen, werden wir die eine oder andere Antwort finden und noch mehr Fragen. Die Antworten finden wir nur, weil wir gehen" (Zapatistas).