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Deutsch als Zweitsprache in der Migrationsgesellschaft: reflexive und gesellschaftskritische Zugänge

 

Im Rahmen des Projektes setzen wir uns mit pädagogischen, gesellschaftspolitischen und erkenntnispolitischen Dimensionen von DaZ als Handlungsfeld auseinander. Zentrale Fragestellungen des Projektes beziehen sich auf das Verhältnis der pädagogischen Praxis im Fach Deutsch als Zweitsprache (DaZ) in der Erwachsenenbildung einerseits zum „nationalen“ Ziel der Anpassung der lernenden Migrant_innen an vorherrschende Strukturen und Normen und andererseits auf das Verhältnis derselben pädagogischen Praxis zum Ziel der Ermächtigung, der Selbstermächtigung und der Erweiterung der Handlungsfähigkeit der Lernenden. Wir fragen nach Formen emanzipatorischer Bildungsarbeit im DaZ Kontext; nach der Notwendigkeit einer sprachlichen Ermächtigung und nach den Schwierigkeiten und Widersprüchen, die dieser Anspruch mit sich bringt. Nicht zuletzt fokussieren wir auf Erfahrungen von epistemischer Gewalt (als Subjektivierungsform), die auch im Kontext von DaZ gemacht werden, sowie auf die Möglichkeit einer reflexiven und involvierten Professionalität.

Das Projekt gestaltet sich in Form einer forschungsgeleiteten Entwicklungsarbeit und orientiert sich an theoretischen Perspektiven wie Cultural Studies, Postkoloniale Theorie und Migrationspädagogik. Schwerpunkte der Arbeit liegen in der Analyse von

a)Deutsch als Zweitsprache-Curricula für die Erwachsenenbildung,

b)Didaktischen Materialien für den DaZ – Unterricht,

c)Weiterbildungscurricula für Lehrende im Feld.

Die Analyse findet in einem Lernkontext statt, der sich an der Idee der partizipativen Forschung orientiert. Dazu wurden ExpertInnen-Werkstätte mit DaZ-Lernenden und DaZ-Lehrenden, sowie mit „critical friends“ (ExpertInnen aus Wissenschaft und Praxis) implementiert. 

In einem zweiten Schritt werden Grundlagen für weitere Entwicklungs- und Analysearbeit bezüglich der drei genannten Schwerpunkten vorgenommen. Darüber hinaus werden in der Fortsetzung des Projektes (Herbst 2014) die bisher erarbeiteten Erkenntnisse in einem neuen Curriculum für Deutsch als Zweitsprache - Kurse in der Erwachsenenbildung zusammengeführt und in Form einer Publikation aufbereitet und veröffentlicht.

Das Projekt ist Teil eines breit angelegten und in mehrere Teilprojekte gegliederten Forschungs- und Entwicklungskonzept. Es wird von maiz – Autonomes Zentrum von & für Migrantinnen koordiniert und in Kooperation wird verschiedenen Partner_innen durchgeführt: Lehrenden und Lernenden in DaZ-Kursen, Institut für Germanistik - Fachbereich DaZ der Universität Wien, Expert_innen in der Funktion der wissenschaftlichen Begleitung oder der critical friends.

Tagung: Deutsch als Zweitsprache – Emanzipation, Ermächtigung und Gewalt? - Call for Papers und Programm (März 2014)

SymposiumDeutsch als Zweitsprache: reflexive und gesellschaftskritische Zugänge.Ergebnisse und Perspektiven eines partizipativen Forschungsprozesses am 18.12.2014

Publikation: Deutsch als Zweitsprache - Ergebnisse und Perspektiven eines partizipativen Forschungsprozesses / Reflexive und gesellschaftskritische Zugänge / d_a_ Curriculum für die Erwachsenenbildung: Deutsch als Zweitsprache im Dissens

Projektlaufzeit: April 2013 – Mai 2014; Juni – Dezember 2014

Kontakt: Rubia Salgado

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Frauen/Abteilung Erwachsenenbildung gefördert.

 

 

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