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konzept

Unserem emanzipatorischen Unterricht liegt ein transdisziplinäres Konzept zugrunde, das einerseits eurozentristische Vorstellungen hinterfragt und die Fähigkeiten der Teilnehmer_innen nach dem Prinzip einer rassismuskritischen Bildungsarbeit einbindet. Andererseits werden aber auch die Ansprüche des Schulsystems berücksichtigt, das nach Einzelfächern strukturiert ist. Die Teilnehmer_innen werden daher – nach Erstellung eines Bildungsplans – nicht nur gezielt auf Prüfungen, sondern auch auf weiterführende Schulen und Lehrberufe vorbereitet. Auf Wunsch bieten wir auch nach einem erfolgreichen Hauptschulabschluss betreuende Bildungs- und Berufsberatung an.

Bei maiz ist es wichtig, Bildung nicht nur als Wissensvermittlung zu sehen: Sie ist vor allem ein Schritt zur politischen Auseinandersetzung sowie zur kritischen Reflexion und Entwicklung von Strategien im Sinne der Wissensvernetzung, in Zeiten des permanenten Umbruchs, in denen sich politische, wirtschaftliche und soziale Anforderungen laufend verändern. Themen wie Ausgrenzung, Isolation, Rassismus, Sexismus, Identität, Bewusstsein, Anerkennung spielen dabei im täglichen Unterrichtsgeschehen eine wichtige Rolle.

Um auf die jährlich rund 60 teilnehmenden Jugendlichen mit Migrationshintergrund adäquat eingehen zu können, haben wir den transdisziplinären Unterricht in ein 3-Phasen-Maßnahmenkonzept eingebettet:

- Vermittlung von Basisbildung;

- Vorbereitungslehrgang zum Hauptschulabschluss;

- antirassistische Bildungs- und Berufsberatung bzw. Unterstützung beim Einstieg in die Aus- und Weiterbildung.

Ein speziell für die Zielgruppe entwickeltes Curriculum zu antirassistischer Bildungs- und Berufsberatung mit Berufsorientierung und Bewerbungstraining kombiniert klassische Themen eines Berufsorientierungskurses (berufliche Orientierung, Erstellung der Bewerbungsunterlagen, Arbeits-, Lehrstellen- und Praktikumssuche etc.) mit migrationsspezifischen Inhalten (z.B. Ausländerbeschäftigungsgesetz, Rassismus und Diskriminierung am Arbeitsplatz, Dequalifizierung, Migrant_innenam österreichischen Arbeitsmarkt). Außerdem enthält jeder Curriculumsblock auch spezifische Materialien und Übungen zu Deutsch als Zweitsprache. Die Maßnahme dauert ein bis zwei Jahre (je nach Vorkenntnissen) bei mindestens 20 Wochenstunden. Einzelförderungen sind zusätzlich möglich.

Begleitend werden Projekte angeboten, die eine vertiefende Auseinandersetzung mit spezifischen Themenbereichen ermöglichen.